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Antiquariat Neue Kritik

Emanzipation als Versöhnung

Fetscher / Schmidt (Hg.)

Emanzipation als Versöhnung

Zu Adornos Kritik der Warentausch-Gesellschaft und Perspektiven der Transformation

 

270 Seiten
14,8 x 21,0 cm
broschiert
ISBN 978-3-8015-0356-7
18,00 EUR

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Autor / Pressestimmen
 

Durch die Rezeption der Kritischen Theorie der Gesellschaft in den 50er und 60er Jahren gerieten Angehörige des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) - unter ihnen Heinz Brakemeier, dessen Lehr- und Forschungstätigkeit dieser Sammelband gewidmet ist - in Konflikt mit der SPD und ihrem »Godesberger Programm«. Im ersten Teil des vorliegenden Buches wird gezeigt, wie wichtig dieser Ausgangspunkt für einige »68er« gewesen ist, die das damit verbundene politische und theoretische Erbe, das noch immer Gegenstand heftiger Diskussionen ist, fortgeführt haben.

 

Der zweite Teil thematisiert den spezifischen Zugang der Begründer der »Frankfurter Schule« zu den Kategorien der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie. Ein Schwerpunkt ist dabei Theodor W. Adornos Kritik der »Identität« als universaler geistiger Machtanspruch, der sein reales gesellschaftliches Modell in der sogenannten »Tauschgesellschaft«, d.h. in der kapitalistischen Produktionsweise hat, worin sich die von den Akteuren selber unbegriffene »Realabstraktion« vollzieht.

 

Für Adorno ist die Bedingung für die Möglichkeit der Versöhnung der Menschen mit ihrer inneren und äußeren Natur eine versöhnte Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund werden im dritten Teil des Bandes unterschiedliche Ideen zur Transformation bzw. zur Reform der bestehenden sozialökonomischen Verhältnisse vorgestellt.

 

Mit Beiträgen von Hans-Georg Backhaus, Jens Becker, Hans-Joachim Blank, Heinz Brakemeier, Hansgeorg Conert, Alexander Demirovic, Iring Fetscher, Hans Matthöfer, Helmut Reichelt, Alfred Schmidt und Thomas Zöller.

Pressestimmen

Ein aus »lokalpatriotischem« Anlass geborener Sammelband bezeugt erneut die nachhaltige Prägung, die vom früh verstorbenen Oberhaupt des Frankfurter Instituts für Sozialforschung ausging. Damit ist für einmal nicht die Legion der Epigonen gemeint, die lediglich Adornos stilistische Manierismen (wie das nachgestellte Reflexionspronomen) imitiert, sondern jener kleine Kreis seiner Schüler, der, heute schon im Rentenalter, die Themen des Lehrers kontinuierlich variiert und intelligent vertieft hat.

Stefan Dornuf, Neue Zürcher Zeitung

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