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Antiquariat Neue Kritik

Jenseits des Buchstabens

Emmanuel Levinas

Jenseits des Buchstabens

Talmud-Lesungen

 

Aus dem Französischen von Frank Miething

160 Seiten
13,5 x 21,0 cm
gebunden
ISBN 978-3-8015-0298-0
22,50 EUR

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Autor / Pressestimmen
 

»Warum: Jenseits des Buchstabens? Weil die fest konturierten Verse, in die man die Heiligen Schriften zerlegt hat, Rätsel aufgeben, obwohl ihr Sinn auf der Hand liegt. Der offenbare Sinn verlangt eine Hermeneutik, die aus der unmittelbaren Bedeutung des Satzes jene herausarbeiten soll, die nur implizit in ihm liegen. Sind die so herausgeholten Bedeutungen dann eindeutig? Auch sie müssen, auf andere Weise, interpretiert werden.« (Aus dem Vorwort)

 

In den Talmud-Lesungen tritt auf unterschiedlichen Wegen dieses »Jenseits des Buchstabens«, dieses unaufhörliche Wenden der Deutung in Kraft. Dabei begreift Levinas die Theologie als Theo-Logik, eine rationale Weise, von Gott zu sprechen. Die Themen der Lektionen: »Das Modell des Westens«, »Asylstädte«, »Wer lacht als Letzter?«, »Der Pakt«.

 

Neben den vier Talmud-Lesungen enthält der Band den Text »Über religiöse Rede und Gottesfurcht« - Paul Ricoeur zu seinem 65. Geburtstag gewidmet -, der sich auf die Normen der religiösen Rede bezieht, die man Gebet nennt.

Pressestimmen

Vielleicht liegt die große Bedeutung des Werkes von Emanuel Levinas gerade darin, dass es die Wunde der ethischen Verantwortung offenlässt und sie nicht in moralphilosophischer Begriffsbildung verdeckt. Die radikale Verantwortungsethik muss sich am Ende auf das theologische Bild des jüdischen Bundes zwischen Gott und Mensch berufen, weil die rationalisierende Philosophie außerstande ist, Letztbegründungen für ethische Prinzipien zu liefern. Gegenüber einem immer rationaler werdenden Denken hat Levinas gerade mit seinen theologischen Studien daran festgehalten, dass ethisches Handeln keiner logischen Begründung bedarf.

Wolfgang Matz, Die Zeit

 

Warum »Jenseits des Buchstabens«. Weil die festen Konturen jener Verse, in die man die Heiligen Schriften zerlegt, trotz ihres zutage liegenden Sinns Rätsel aufgeben. Die offen gelegten, aber uneindeutigen Bedeutungen müssen erneut ausgelegt werden.

Literatur Report 

 

Dennoch demonstrieren diese Exegesen eindrucksvoll Lévinas’ Vermögen, aus jenen uralten Texten den Funken der Modernität zu schlagen.

Michael Mayer, Frankfurter Rundschau 

              

 

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