Außergewöhnliche Frauen des 20. Jahrhunderts.
Jeder Band hat
drei Teile:

– Ein Essay

– einen Bildteil

– Dokumente

 

 

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Antiquariat Neue Kritik

apropos 3

apropos 3

Edith Stein

 

Mit einem Essay von Ursula Hillmann

140 Seiten
12,0 x 19,0 cm
Mit zahlreichen Abb.
gebunden
ISBN 978-3-8015-0285-0
15,00 EUR

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Pressestimmen
 

Edith Stein wurde 1891 in Breslau geboren. 1913 geht sie zum Philosophiestudium nach Göttingen, wo sie sehr bald einen festen Platz im Kreis der Phänomenologen einnimmt. Später folgt sie ihrem »Meister« Edmund Husserl nach Freiburg, wird dort seine Assistentin und promoviert bei ihm. 1922 tritt sie zum katholischen Glauben über.

 

Obwohl sie als Philosophin und Pädagogin anerkannt ist, scheitern ihre Versuche, sich zu habilitieren, zunächst weil sie Frau, dann weil sie Jüdin ist. Die Tätigkeit als Lehrerin gibt sie nach einigen Jahren auf und tritt im Herbst 1933 in den Karmeliterorden ein, wo sie ihre wissenschaftliche Arbeit wieder aufgreift. 1938 ist die konvertierte Jüdin zur Flucht vor den Nazis gezwungen. Sie übersiedelt in den Echter Karmel nach Holland. 1942 wird Edith Stein zusammen mit ihrer Schwester Rosa nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

 

In ihrem Essay »Alles oder Nichts« wirft Ursula Hillmann einen psychoanalytischen Blick auf die außergewöhnliche Frau und bereichert damit die bisherige Edith-Stein-Literatur, die fast ausnahmslos aus katholischer Sicht verfasst wurde.

 

Ursula Hillmann wurde 1938 in Bonn geboren. Sie studierte Diplompädagogik und ist Mutter von drei Kindern. Sie arbeitete u.a. über Gisèle Freund und Teresa von Avila und war zwölf Jahre lang Mitherausgeberin des »Frankfurter Frauenblatts«. Ursula Hillmann lebt als Photographin und Autorin in Frankfurt am Main.

Pressestimmen

Als Philosophin und Pädagogin zwar anerkannt, scheiterten ihre Versuche, sich zu habilitieren immer wieder, weil sie Frau und Jüdin war. Edith Steins Leben war geprägt von einer unruhigen und für sie immer wieder schmerzlichen Suche nach Liebe, Nähe und Austausch, letztlich nach innerer Ruhe. Gefunden hat sie diese im Katholizismus - bei den Karmeliterinnen, in deren strengen, spartanischen Orden sie 1933 in Deutschland eintrat. Warum Edith Stein dort für ihr Leben so günstige Bedingungen fand, wird aus dem analytischen Portrait, das Ursula Hillmann von ihr zeichnet, traurig klar.

Sybille Schroff, FRAZ, Frauenzeitung Zürich

 

Dass sie aus dem Kloster heraus ins KZ Auschwitz gebracht wurde, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Praxis der katholischen Kirche im Nationalsozialismus. Die Seligsprechung von 1987 erscheint denn als Vernebelungstaktik: Edith Stein war keine Märtyrerin für den katholischen Glauben, sie starb wegen ihrer jüdischen Herkunft. Die Frankfurter Fotografin Ulla Hillmann benennt diese Fakten in ihrem Essay sachlich und ohne Polemik. Sie wirft auf das ungewöhnliche Leben und Wirken von Edith Stein den psychoanalyitischen Blick und gelangt darüber zu interessanten Schlüssen, die in der bisherigen, vornehmlich katholischen Literatur noch nicht gedacht wurden.

Dagmar Klein, Wetterauer Zeitung

 

Als meine Tante heilig gesprochen wurde, berichtete ich im Aufbau über meine zwiespältigen Gefühle, denn ich glaube, dass Edith Stein in Auschwitz als Jüdin in den Tod ging. Dass sie für viele Christen jüdische Holocaust-Opfer symbolisiert, stellt ein Problem dar. Doch der Debatte über ihre Rolle verdanken wir auch einige Fortschritte auf dem Gebiet der Christlich-Jüdischen Verständigung.

Susanne Batzdorff, Aufbau

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