Außergewöhnliche Frauen des 20. Jahrhunderts.
Jeder Band hat
drei Teile:

– Ein Essay

– einen Bildteil

– Dokumente

 

 

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Antiquariat Neue Kritik

apropos 1

apropos 1

Lee Miller

 

Mit einem Essay von Antony Penrose

140 Seiten
12,0 x 19,0 cm
mit zahlreichen Abb.
gebunden
ISBN 978-3-8015-0278-2
15,00 EUR

zur Zeit nicht lieferbar
Pressestimmen
 

Starmodell, Photographin und Kriegsberichterstatterin. Das aufregende wie ruhelose Leben der Lee Miller ist umrankt von Legenden. Die junge Amerikanerin zieht es 1929 nach Paris, wo sie Man Rays Modell, Schülerin und Geliebte wird.

 

Paris bleibt nur eine Station in ihrem Leben. Über Ägypten und die USA geht sie nach England. Sie ist so launisch wie großzügig, so rastlos wie loyal. Während des Krieges arbeitet sie als Photojournalistin für »Vogue«, ihre Bilder und Texte dokumentieren zerstörte Städte und tiefes menschliches Leid.

 

Nach 1945 fällt es Lee Miller schwer, zur Modephotographie zurückzukehren. Sie heiratet den englischen Maler Roland Penrose, bekommt Sohn Antony und kapselt sich mehr und mehr von der Umwelt ab. Im Alter von 70 Jahren stirbt sie 1977 in Sussex.

 

Antony Penrose versucht in seinem Essay, das »Rätsel Lee Miller« zu lösen. Dabei erfährt er von Ereignissen und Brüchen in ihrer Biographie und findet auf diesem Weg ein spätes Verständnis für seine Mutter, die ihm zu Lebzeiten eine Fremde war.

 

Antony Penrose wurde 1947 als Sohn von Lee Miller und Roland Penrose geboren. Er ist Kurator der »Lee Milller Archives«, Photograph, Filmemacher und Vater von drei Kindern. Antony Penrose lebt in Sussex, wo er eine Farm betreibt und sich um die Erhaltung des englischen Baumbestandes kümmert.

Pressestimmen

Starmodell, Fotografin und Kriegsberichterstatterin, eine der ersten Frauen im männerdominierten Genre, deren fotografisches Werk lange verkannt wurde, deren Oeuvre noch immer im Schatten ihres übermächtigen Geliebten und Lehrers steht: Man Ray.

Hella Kemper, Neue Westfälische

 

Als die deutschen Luftangriffe über London hereinbrachen, war Lee Miller als Modefotographin äußerst erfolgreich. Doch sie sah über das, was sich als Oberfläche anbot, hinaus; die Zerstörung durch den Krieg war nicht nur Hintergrund, sondern Thema. Die besessene Leserin, die zuvor selten längeres als Einkaufszettel geschrieben hatte, wurde Jounalistin.

Lore Kleinert: Der Buchtipp, Radio Bremen

 

Dass es in ihrer Biographie - wie in einer Photographie - auch viele Schatten, viele abgedunkelte Stellen gab, überrascht. Bislang standen ihre Selbstmordphantasien, ihre Depressionen nach Kriegsende, ihre Extravaganzen und Spontanentschlüsse, ihre Kühle gegenüber ihrem Sohn Antony, nicht gerade im Licht der Öffentlichkeit, sondern bislang nur, wenn überhaupt über sie in der deutschsprachigen Publistik geschrieben wurde, die tatendurstige Lee Miller als Kriegsphotographin, jene, die als Frau hartnächig Fronterlebnisse suchte, jene die sich später, im Mai 1945, in Hitlers Badewanne in München photographieren ließ.

Penrose unternimmt zweifellos ein Wagnis. Er stellt das gesamte Antlitz seiner Mutter vor, auch ihre Falten!

Christian Scholz, Radio Bremen

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