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Joseph Buttinger

Joseph Buttinger

OrtswechselDas Ende der Massenpartei
 

Als Sohn österreichischer Eltern wurde Joseph Buttinger am 30. April 1906 im bayrischen Reichersbeuern geboren. Als der Vater in die österreichische Armee einberufen wurde, zog die Familie nach Österreich, wo der junge Buttinger politisch aktiv wurde. 1930 wurde er Betriebssekretär der Sozialdemokratischen Partei Kärntens und nach dem Verbot der SPÖ 1935 Vorsitzender des Zentralkomitees von deren nunmehr verbotenen, im Untergrund tätigen Nachfolgeorganisation. 1938 emigrierte Buttinger mit seiner amerikanischen Frau Muriel Gardiner nach Frankreich, 1939 in die USA, wo sich das Ehepaar für die Verfolgten des Nationalsozialismus einsetze. Von 1945 bis 1947 war er Europadirektor des Internationalen Rescue Commitees in Paris und Genf.

Joseph Buttinger, der 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb, war jahrelang Redakteur der sozialistischen Zeitschrift »Dissens«. Er baute eine etwa 50.000 Bände umfassende sozialpolitische Studienbibliothek (»Buttinger-Library«) auf, in der sich umfangreiche Sammlungen von Publikationen und Archivalien zur Geschichte der deutschsprachigen Emigration befanden. Nach seinem ersten Aufenthalt in Vietnam 1954 (1958 und 1973 folgten zwei weitere Vietnambesuche) begann Buttinger mit dem Aufbau einer Vietnam-Studienbibliothek an der Harvard University. Neben einer Reihe von Beiträgen für Zeischriften verfaßte er Bücher über die illegale Sozialistische Partei in Österreich und über Vietnam. Joseph Buttinger starb am 4. März 1992 im Alter von 85 Jahren in New York.

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