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Antiquariat Neue Kritik

Max Hoelz

Max Hoelz

Vom »weißen Kreuz« zur »roten Fahne«
 

Max Hoelz wurde am 14. Oktober 1889 in Moritz bei Riesa geboren. Aus einfachen ländlichen Verhältnissen stammend, kam er sechzehnjährig als Gelegenheitsarbeiter nach London und schloss sich nach seiner Rückkehr 1909 dem Christlichen Verein junger Männer und dem Sittlichkeitsbund »Weißes Kreuz« an. 1912 kam er auf Arbeitssuche ins Vogtland, nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil, gründete 1918 in Falckenstein im Vogtland einen Arbeiter- und Soldatenrat sowie den Ortsverein der KPD. Während des Generalstreiks gegen den Kapp-Putsch 1920 stellte er eine »Rote Armee« zusammen, wurde wegen Disziplinlosigkeit vorübergehend aus der KPD ausgeschlossen und organisierte 1921 kommunistische Aufstände im mansfeldischen Industriegebiet sowie im Vogtland, wo er eine Räterepublik ausrief. Hoelz wurde 1921 verhaftet, des Hochverrats angeklagt und wegen (nicht bewiesenen) Mordes zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Bis 1928 in Isolationshaft, wurde er amnestiert, emigrierte 1929 in die Sowjetunion und übernahm Funktionen in der Komintern. Max Hoelz starb im September 1933 bei Gorki. Die Umstände seines Todes sind ungeklärt.

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