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Antiquariat Neue Kritik

Julia Hartwig

Julia Hartwig

Und alles wird erinnert
 

Julia Hartwig wurde 1921 in Lublin geboren. Sie wuchs in einem stark von jüdischen und ostslawischen Einflüssen geprägten Umfeld auf. Im Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich als Meldegängerin der Heimatarmee am Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Sie studierte Romanistik und Polonistik an der Warschauer Universität, an der Krakauer Jagiellonen-Universität und in Paris. Dem Widerstand blieb sie auch nach dem Ende des Krieges treu, indem sie sich immer wieder an der politischen Opposition im kommunistischen Polen beteiligte. So unterschrieb sie die »Denkschrift der 101« und gehörte in der Solidarność -Bewegung  von 1986 bis 1991 dem Bürgerkomitee von Lech Wałęsa an.

 

Sie arbeitete als Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Kinderbuchautorin über mehrere Jahre in Frankreich und den USA. Doch kehrte sie immer wieder nach Warschau zurück. Unter ihren vielen Werken ist besonders die Anthologie amerikanischer Poesie hervorzuheben, die sie zusammen mit ihrem 1996 verstorbenen Mann Artur Międzyrzecki verfasste. Ende der 40er Jahre übersetzte sie französische und amerikanische Autoren wie Apollinaire, Blaise, Cendrars sowie Allen Ginsberg und William Carlos Williams ins Polnische. Seit den späten 80ern veröffentlichte sie regelmäßig Bände mit eigenen Gedichten und Prosa.

 

Julia Hartwig erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Thornton Wilder Preis der Columbia Universität, den Jurzykowski Preis und den Salzburger Georg-Trakl-Preis.

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